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Chronik der Feuerwehr Rhade
Gründungszeit
Die Feuerwehr wurde offiziell am 17 März 1912 gegründet. Das Feuerlöschwesen ist aber mit Sicherheit schon älter. Fest steht aber das es vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr eine Interessengemeinschaft aus Rhader Dorfbewohner gegründet wurde. Die Ausrüstung dieser Männer bestanden aus Feuerhaken und Eimer, die teilweise aus dem privaten Besitz der Dorfbewohner stammten. | Am 15.03.1912 wurde zur Gründungsversammlung mit folgenden Wortlaut eingeladen: „Diejenigen Personen, welche sich für Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Rhade interessieren, werden ersucht, sich zwecks Besprechung der Angelegenheiten am Sonntag, dem 17 März dieses Jahres, nachmittags 4 Uhr im Lokale des Wirts Krampe einzufinden. Im Interesse der guten Sache bitte ich um eine möglichst rege Teilnahme.“ In der Gründungsversammlung meldeten sich spontan 41 Rhader Männer zum Dienst in der Feuerwehr. Damit war die Gründung der Rhader Feuerwehr vollzogen. Durch die neugegründete Wehr wurde die bestehende Brandwehr aufgelöst und die Einrichtung einer Zwangswehr verhindert. Die vorhandenen Geräte wurden übernommen. Die Ausrüstungsgegenstände waren: | - 1 Feuerspritze und Wagen nebst Zubehör - 12 Wassereimer - 3 Schläuche á 10 m - 1 Laterne
| | Die Geräte befanden sich alle im brauchbaren Zustand, und wurden in der angemieteten Scheune des Herrn Pastor Brockhausen untergebracht. Aus einer Revisionsniederschrift vom 20 Juni 1913 ist ersichtlich, dass zu diesem Zeitpunkt ein neues Gerätehaus mit einem Steigerturm vom Kreis-Feuerwehr-Verband gefordert wurde. Es dauerte aber noch mehr als ein Jahrzehnt bis der Neubau verwirklicht werden konnte. Bis zum Jahre 1924 diente das den Rhadern bekannte „Pastors Schöppken“ als Spritzenhaus. Alarmiert wurde mittels Brandhorn und durch das Läuten der Brandglocke. |
Erster Weltkrieg
Als im Jahre 1914 der 1. Weltkrieg ausbrach, wurden viele Kameraden eingezogen. In der Gemeinde Rhade war das Feuerlöschwesen in Gefahr geraten und es bestand ein Notstand. Aufgrund einer Verfügung des Landrates zu Recklinghausen musste die Mannschaft innerhalb von 5 Tagen um 12 Mann ergänzt werden. Somit war die Wehr wieder voll einsatzfähig. Von den Kriegsteilnehmer kehrten 5 Feuerwehrkameraden nicht zurück. Ende 1918 fand man sich wieder zu den gemeinsamen Übungen und Einsätzen wieder zusammen.
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1924 -1937
Nach langjährigen Verhandlungen wurde 1924 der Neubau des Gerätehauses an der Erler Straße realisiert. Gleichzeitig wurde eine von Pferden gezogene Brandspritze angeschafft, die von sechs Feuerwehrmännern zu bedienen war. Damit war das Wasserfüllen in den Kupferbottich überflüssig geworden.
| | Im Jahre 1933 wurde die Umorganisation der gesamten deutschen Feuerwehren gesetzlich vorgeschrieben. Es wurde eine Amtswehr gebildet Die Rhader Wehr war nun ein Löschzug der Amtswehr unter der Bezeichnung – Rhade Halblöschzug VI -. Durch die Bildung einer Amtswehr war somit eine einheitliche Ausbildung gewährleistet. 1937 wurde das 25 jährige Bestehen groß gefeiert. Als Geschenk der Gemeinde erhält die Wehr einen Übungsplatz, den der damalige Bürgermeister Schulte von seinem Grundbesitz westlich des Gerätehauses zur Verfügung stellte. Im Gerätehaus befand sich seinerzeit noch eine vergitterte Arrestzelle. Vorübergehend wurden dort Brandstifter und Diebe eingesperrt.
| Im Jahre 1937 wurde vom Amt Hervest-Dorsten für die Rhader Wehr eine Motorspritze angeschafft. Da diese gezogen werden musste, erhielt die Wehr von der Gemeinde Wulfen einen älteren automobilen Mannschaftswagen. Durch diesen Wagen den man noch langen nach dem Krieg in Rhade sah, wurde der Löschzug zu einer schlagkräftigen Mannschaft.
Zweiter Weltkrieg | Während des 2 Weltkriegs mussten viele Kameraden den Soldatenrock anziehen. Die Lücke in den Reihen der Feuerwehr wurden durch älter Feuerwehrmänner und dienstverpflichtete Bürger aus Rhade geschlossen. Im Feuerwehrgerätehaus wurde eine Nachtwache eingerichtet, sodass die Feuerwehr rund um die Uhr bereit war, dem Nächsten zu helfen. Nach den zahlreichen Fliegerangriffen brannte es häufig an vielen Stellen. Oft haben die Wehrmänner unter Einsatz ihres Lebens Brände gelöscht. Es musste nicht nur für die Heimatgemeinde der Brandschutz übernommen werden, sondern darüber hinaus wurden viele Einsätze in benachbarten Großstädten mitgemacht. | |
1958 - 1974
Im Jahre 1958 erhielt die Wehr ein neues Löschfahrzeug ( LF 8 ) auf Opel Blitz mit Metzaufbau und –ausrüstung. Das alte Fahrzeug welches in Rhade den Spitznamen „Bäckerwagen“ trug, wurde ausgemustert. 1959 erhielt die Wehr eine neue Tragkraftspritze. Ein Jahr später wurde durch den Bau der Wasser-Ringleitung durch Wulfen, Lembeck, Rhade, Erle und Schermbeck eine erfolgreiche Brandbekämpfung sichergestellt.
| | Im Jahr 1962 wurde das 50 jährige Bestehen des Löschzuges gefeiert. Ein Jahr später erhielt das Gerätehaus eine neue Alamierungsanlage. Ein zweite wurde am Bahnhof bei Hinsken – Finke und eine dritte auf dem Kalten Bach bei Elvermann errichtet. Am 4 März 1971 fand der erste Spatenstich für die Erweiterung des Gerätehauses statt. Das Gerätehaus wurde durch ein Schulungsraum und einer Doppelfahrzeughalle erweitert. Das erweiterte Gerätehaus wurde dann 1972 zum 60jährigen Bestehen übergeben. Anlässlich des 60jährigen Jubiläumsfestes wurde das älteste Mitglied und Mitbegründer der Wehr, der 92 jährige Franz Schneider, für seine 60 jährige Zugehörigkeit geehrt. Am 8. August 1973 fand im Beisein des Rates der Gemeinde Rhade die Schlüssel-übergabe für ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF 8 statt. Dieses Fahrzeug sollte bald durch ein neues abgelöst werden. Ein neues Löschfahrzeug (LF 8) wurde am 12. November 1974 vom Hersteller in Karlsruhe abgeholt. |
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Unwetterwarnungen DWD
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
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